Die Longe bietet folgende Möglichkeiten:
• mit einem Pferd zu arbeiten ohne es zu reiten.
• dem noch nicht zugerittenen Fohlen beizubringen, auf die drei Gangarten und Stehen per Stimme reagieren zu können, bevor es an den Sattel gewöhnt wird. Es für die Reitarbeit zu der körperlichen und geistigen Verfassung zu bringen.
• Dem Pferd mit Hilfszügeln die Muskeln richtig zu trainieren, ihm das Halten von Gleichgewicht beizubringen und evtl. seine Hinterbeine unter seiner Masse einzusetzen.
• Ein Pferd ohne das Gewicht des Reiters springen zu lassen.
• Ein etwas heißes Pferd zu Beginn der Arbeit zu entspannen oder wenn man keine Zeit hat, es zu reiten.
• Einen Reitanfänger an den Sattel zu gewöhnen oder für das Voltigieren.

Tipps
FÜR DIE RICHTIGE WAHL DES LONGIERZUBEHÖRS

VORSICHTSMASSNAHMEN:

FÜR DEN LONGENFÜHRER
FÜR DAS PFERD
Für guten Halt in der Hand Handschuhe tragen und eventuelle Verbrennungen bei der Arbeit mit Fohlen oder schwierigen Pferden vermeiden.
Nie Sporen tragen, um nicht mit den Füßen hängen zu bleiben.
Es mit Gamaschen und Streichkappen oder Polobandagen schützen, gegebenenfalls mit Glocken. Am besten auf einem geschlossenen Gelände arbeiten (Reitplatz, Longierplatz), um Fluchtversuche zu beschränken.

ZUBEHÖR:

DIE LONGE
DAS CAVECON
DIE LONGIERBRILLE
DIE LONGIERPEITSCHE
Sie misst im Allgemeinen 8 Meter; das Pferd kann sich auf einem Kreisdurchmesser von 18-20 m bewegen. Sie muss fest sein und gut in der Hand liegen. Die Longe wirkt auf den Nasenrücken des Pferdes in Höhe des Nasenriemens, mit 2 Ringen ausgestattet ein. Beim Gebrauch von Hilfszügeln gibt es keine Interferenzen auf das Gebiss zwischen der Longenwirkung und jenen der Hilfszügel. Mit ihr werden die 2 Ringe des Gebisses miteinander verbunden. Verfügt über einen 360°-Ring. Der Befestigungspunkt der Longe liegt mittig zwischen den 2 Ringen des Gebisses. Sie ist die Verlängerung der Hand des Longenführers zur Verstärkung der Hinweise mit der Stimme. Sie muss leicht und ausbalanciert sein, damit das Handgelenk nicht ermüdet; lang genug, um bis zum Pferd zu reichen, dorthin, wo der Longenführer es beabsichtigt und dabei aber seinen Sicherheitsabstand wahrt und ohne die Gleichmäßigkeit der Arbeit zu stören.