Tipps für die richtige Wahl
VON DECKEN UND NIERENDECKEN

01 – Die Größe

Wofür?
In der Regel zum Schutz gegen die Abnutzung des Felles, gegen Kratzwunden und Auskühlung. Mit dem ersten Frost bekommen die Pferde - genau wie der Großteil der Tiere – ihr Winterfell. Bei der Arbeit oder dem Training verursacht dieses Fell eine frühe und erhebliche Schweißbildung, von der jedoch das Risiko der Auskühlung am Ende der Trainingseinheit ausgeht. Um diese Schweißbildung zu vermeiden, werden die Pferde praktisch vollständig kahl geschoren. Außerhalb der Trainingszeiten ersetzt die Decke das Haarkleid des Pferdes, das durch die Rasur beseitigt wurde. Die Nierendecke dient zur Erhaltung der Körperwärme auf dem Rücken des berittenen Pferdes. Sie wird bei Kälte zum Aufwärmen oder draußen genutzt.
Sie sollte an die Lebensbedingungen des Pferdes angepasst werden

- Ein geschorenes Pferd muss besser geschützt werden als ein ungeschorenes.

- Ein in der Außenbox untergebrachtes Pferd muss besser geschützt werden als eines in der Innenbox.

Beschaffenheit der Decke:

- Wärmeschutz: gemessen in Gramm gemäß der Dicke der Wattierung. Je höher das Flächengewicht, desto mehr Wärme verleiht die Decke.
- Abrieb- und Rissfestigkeit des Außenmaterials gemessen in Den: Je höher die Angabe, desto fester ist die Decke.
- Die Wasserundurchlässigkeit der Decke wird sichergestellt durch die Behandlung des Außenmaterials und der Nähte.

Rückenlänge "L"
Gesamtlänge "T"
105 cm
145 cm/ 4’9’’
115 cm
160 cm/ 5’3’’
125 cm
175 cm/ 5’9’’
135 cm
185 cm/ 6’0’’
145 cm
190 cm/ 6’3’’
155 cm
210 cm/ 6’9’’
165 cm
220 cm/ 7’0’’

02 – Verschlusssysteme


Obergurt und Schweifriemen

Dies ist das traditionelle System. Nicht sehr zuverlässig, wenn die Decke nicht exakt an das Pferd angepasst wurde. Durch die Begurtung steht das Pferd permanent unter Zwang. Durch die Mischung aus Stoff und Leder wird die Pflege nicht erleichtert..

Kreuzgurte:

Dies ist ein zufriedenstellendes System, weniger veraltet.

Oberschenkelriemen

Gekreuzt sie sind das zuverlässigste System, wenn die Größe der Decke dem Pferd gut angepasst wurde.

03 - Nierendecken

 
Die rechteckige Nierendecke wird unter den Sattel geschoben. Einige sind auf den Sattel zugeschnitten und werden über dem Widerrist mit einem Klettverschluss geschlossen. Diese letzteren lassen sich – wenn nötig – abnehmen, ohne vom Pferd steigen zu müssen.
Gefertigt aus Molton (auf Baumwollbasis) oder mit Fleecefütterung schützen sie vor Kälte. Aus Polyamid oder Nylon (teilweise beschichtet) schützen sie gegen Nässe.

04 - Decken

Die Decke wird gebraucht:

- Gegen Fellabnutzung und Kratzwunden während des Transportes.

- In der Zwischensaison, damit das Fell nicht nachwächst.

- Unter einer Decke aus Wolle oder aus Fleece zum Schutz vor Verschmutzung.

- Zum Schutz vor Fliegen (Wabendecke).

- Zum Trocknen des Pferdes nach dem Abduschen (Wabendecke)

- Zum Schutz vor Regen, insbesondere bei Turnieren (wasserundurchlässige Decke), vor und nach dem Wettkampf.

05 – Verschiedene Typen der Decken

EIGENSCHAFTEN
VORTEILE
NACHTEILE
GEBRAUCH
- im Allgemeinen aus Baumwolle - Anti-Staubschutz.
- Schutz während des Transportes .
- Nimmt Feuchtigkeit auf, trocknet aber langsam.
- Risiko der Auskühlung.
- Unter einer Stalldecke.
- Einzig zum Schutz während des Transportes.
- Halbsaison.
- Wabendecke - Nimmt Schweiß auf und trocknet schnell. - Hält Fliegen fern - Wenig stabil. - Vertreibt Fliegen.
- Nach dem Abduschen und der Arbeit.
- Polypropylen - Leitet Feuchtigkeit und Schweiß nach außen.
- Schnell-trocknend und atmungsaktiv.
- «Fällt» oft nicht so gut.
- Sitzt nicht so gut.
- Schnell-trocknend. - Nach dem/der Abduschen/Arbeit .