TIPPS für

DIE ARBEIT AN DER LONGE

01 - Wofür?

Zur Zähmung eines Fohlens, für den Muskelaufbau eines Pferdes, für Reitanfänger oder schlicht zur Entspannung eines Pferdes. Prinzip: Der Reiter lässt das Pferd mit Hilfe einer Longe (langer Gurt mit einem Karabiner), die er am Gebiss, an der Longierbrille, (die die beiden Ringe des Gebisses verbindet) oder an einem Cavecon (Art Halfter, das speziell für diesen Zweck verstärkt ist) befestigt, auf einem Kreis um sich herum laufen. Zum Antreiben des Pferdes verwendet der Reiter eine Longierpeitsche (lange Peitsche).

- LONGE -

Die optimale Länge beträgt 7 m, damit das Pferd auf einem Zirkel von 10-13 m Durchmesser laufen kann. Ihre wichtigste Eigenschaft ist Stabilität.

MATERIALIEN

VORTEILE

NACHTEILE

Polypropylen

stabil Pflegeleicht unempfindlich für die Haut

Kann zu Verbrennungen an den Händen führen, mit Handschuhen benutzen

BAUMWOLLE

Geringes Verbrennungsrisiko durch Reibung stabil

Tränkt sich mit Wasser und Matsch und wird schwer.

 

02 – Cavecon und Trense

CAVECON

TRENSE + GEBISS + LONGIERBRILLE

TRENSE + GEBISS

Das Cavecon ist ideal für die Arbeit an der Longe, passt sich perfekt an und birgt kein Risiko von Verletzungen durch Reibung. Seine relativ starke Wirkung auf den Nasenrücken (Bereich oberhalb der Nüstern des Pferdes) ermöglicht diskrete aber wirkungsvolle Befehle. Keine Interferenzen zwischen der Regulierung der Gangart und den Hilfszügeln. Idealerweise ist es mit einem Kandarenring ausgestattet.

Leichter Handwechsel. Interferenzen / Konfusion zwischen der Regulierung der Gangart und den Hilfszügeln.

Zwingenderer Handwechsel. Interferenzen / Konfusion zwischen der Regulierung der Gangart und den Hilfszügeln.


Von links nach rechts: Cavecon, Longierbrille, Longe an der Trense.

TIPP
Besonders wenn Sie ein junges Pferd longieren, sollten Sie seine Beine mit Gamaschen oder Arbeitsbandagen schützen. Was den Reiter betrifft, so sollte er seine Hände mit Handschuhen schützen.
Eine Longierpeitsche kann notwendig sein. Niemals Sporen tragen, um nicht mit den Füßen hängen zu bleiben.

03 – Gebrauch der Longierpeitsche

Sie wirkt als Zusammenspiel mit der Stimme und verstärkt sie. Sie treibt das Pferd an. Wird sie auf die Kruppe (hinterer Teil des Pferdes) gerichtet, so treibt sie das Pferd an, vorwärts zu gehen (bzw. schneller zu laufen). Wird sie auf den Gurt gerichtet, hält sie das Pferd fern und veranlasst es dazu, im Gleichgewicht zu bleiben. Wird sie wiederum auf vor den Kopf gerichtet, zeigt sie dem Pferd an, langsamer zu werden.

LANGE ZÜGEL

Wofür?
Lange Zügel dienen dazu, an der Erziehung eines Pferdes zu arbeiten, das momentan nicht geritten werden kann. Dies ermöglicht dem Reiter, der sein Pferd nicht reiten kann, mit ihm zu arbeiten. Die Arbeit am langen Zügel ergänzt die Arbeit an der Longe. Außerhalb des Zirkels wird das Pferd in den Bereich der langen, vom Reiter gehaltenen Zügel geführt. Der Antrieb (Tatsache, dass das Pferd vorwärts geht) wird durch die Stimme und die Longierpeitsche sichergestellt. Sie sind unerlässlich für die Einführung eines Pferdes, das vor einem Gespann laufen soll.

Zubehör
Jeder lange Zügel (6-7 m) wird am Gebiss befestigt oder an den seitlichen Ringen des Cavecons und dabei in einen Obergurtansatz geschoben. Mit den seitlichen Ringen des Longiergurtes wird die Höhe reguliert. Das Gebiss ist eine einfache Trense.